74. Festival ging mit dem Thema ZU:KUNFT in die Saison
Im Focus Musik aus Lateinamerika, „Blaurosa. Klassik Recycled!“, „Alte Ohren – Neue Augen“ …
ZU:KUNFT – ein heißes Thema mit dem das 74. Festival junger Künstler Bayreuth mit Konzerten, Workshops und Events in den Sommer startete. Die festliche Eröffnung fand am 3. August im Europasaal des Jugendkulturzentrums mit einer Fiesta Franconia statt. Das Generalthema „ZU:KUNFT“ hätte auch „Herausforderung“ heißen können. Das 74. Festival stellte sich, ganz in seiner Tradition, einer der gegenwärtig größten globalen Herausforderungen liberaler Demokratien, der gesellschaftlichen Polarisierung. Es trug mit seinen jungen Künstlerinnen und Künstlern aus vielen Ländern der Erde eine besondere Verantwortung, die weit über die bloße Präsentation von Kunst und Kultur hinausreicht.
Das 74. Festival hatte zu diesem Festivalsommer junge Menschen eingeladen unter anderem aus den Philippinen, aus Serbien, Rumänien, Schweden, Mexico, Bolivien, der Schweiz, dem Iran und den USA, um auf seiner neutralen Festivalplattform zusammen mit den deutschen Teilnehmern am sozialen Zusammenhalt und der Minderung der gesellschaftlichen Spaltung zu arbeiten. Es ging um Austausch, Dialog und Verständigung in den Workshops und Debatten. Die Programme waren vielfältig und bezogen verschiedene Stimmen und Perspektiven der Gesellschaft ein.
Übrigens, dafür setzt sich das Festival ein und wird auch extern bestätigt: Der Zugang zu seinen kulturellen Angeboten ist für alle Bevölkerungsgruppen gegeben. Spezielle Education-Projekte für Kinder, das Bildungsprojekt „Stepping Stone“ sowie barrierefreie Konzerte für Jung und Alt.
In der Akademie des Festivals lag im Sommer 2024 ein Fokus auf Musik aus Lateinamerika mit dem großen Projekt „Latino Sacro“ unter der Gesamtleitung von Fred Sjöberg, Schweden. Es gab unter anderem Misa Tango von dem argentinischen Komponisten Martin Palmieri und Misa Criolla von dem argentinischen Komponisten Ariel Ramirez, gesungen von dem vielfach ausgezeichneten Chor der Georghe Dima Musikakademie Cluj Napoca sowie mehreren Solistinnen und Solisten.
Ganz bezaubernd und sensationell waren die Klimakonzerte „Lost in Nature …“ in Sophias Werkstatt beim 74. Festival: Vier Jahreszeiten durcheinander mit Antonio Vivaldi und Johannes X. Schachtner - inspirierende Musik voller nachhaltiger Ideen.
Ein besonderes Projekt war „Alte Ohren – Neue Augen“. Hier entstand mit dem Streichensemble Thalia ein Unikat aus der historischen Barockmusik und der neuen Inszenierung beim Festival: Vokal und Instrumentalmusik mit Performancekunst.
Weiter gab es unter der Leitung von Prof. Fredrik Schwenk den Kompositionsworkshop „zweimal hören“. Hier entstanden unter dem Titel Herzblut Liedvertonungen von einst und jetzt.
Außergewöhnliche Neuentdeckungen verschollener Werke aus dem Barock, dazu Trompetenmusik vom Barock bis zur Moderne präsentierte Prof. Otto Sauter beim Konzert „Vom Herold zur Brassband“.
Ganz neu beim Festival war das Projekt „Blaurosa. Klassik Recycled!“, das unter der Leitung von Carolin Adler klassische Werke ins Hier und Jetzt übersetzt. Weiter gab es ein Symposium zu KI im Musikbetrieb, das Projekt Markgrafenkirchen, einen Workshops zu Musik aus Persien und ein Klavierpädagogikprojekt.
Das 74. Festival junger Künstler Bayreuth fand vom 29. Juli bis 21. August 2024 statt. Die Besucherinnen und Besucher erlebten ein Feuerwerk der Kunst und Kultur. Stets aktuelle Konzerttermine, Ticketing und Infos gab es unter www.YoungArtistsBayreuth.com.
Weitere Hintergrundinfos in der Pressemappe.